When looks say it all
Da ist gelegentlich dieser wunderbare Moment, wenn Blicke sich treffen. Die Augen, in die man schaut, fangen an zu funkeln und strahlen. Das Gesicht des anderen wirkt harmonisch und hell. Im eigenen Mundwinkel und an den Augenfältchen beginnt es leicht zu zucken. Man sieht sich selbst nicht, aber es ist spürbar, dass man genau dasselbe Signal sendet. Es kommt zu einer Verbindung, die manchmal nur Bruchteile von Sekunden andauert, doch eine Tür für so viel mehr öffnet. Ohne etwas von der anderen Person zu wissen, weder Vorlieben noch Tabus, weiß man, dass etwas miteinander laufen kann. Gerade die Tatsache, dass bisher fast alles im Dunklen liegt, macht es spannend. Es ist klar, dass man noch auf die Suche gehen und sich entdecken muss, aber auch, dass die Suche erfolgreich sein wird. Die Neugier aufeinander breitet sich leicht aus, wärmend und kribbelnd im ganzen Körper.
An encounter in the gay sauna
Eine solche Begegnung hatte ich in Südfrankreich. Genauer gesagt in einer Schwulensauna in Bordeaux. Ich befand mich auf dem Weg zu den Umkleiden, weil ich eigentlich gehen wollte. Er stand in der Dusche, ich sah ihn erst einmal nur von hinten. Das Wasser lief an seinem breiten, haarigen Rücken entlang, hinunter zu einem schönen, prallen Arsch, wo es hängen blieb und letztlich zu Boden tropfte. Kurz bevor ich um die Ecke war, drehte er sich um und wir waren miteinander verbunden. Es schlug ein wie ein Blitz und war genauso schnell wieder weg. Ein paar Schritte weiter blieb ich stehen und brauchte einige Minuten, um runterzukommen. Wie nach einem heftigen Rausch fühlte ich mich ausgelaugt. Mir war nicht klar, was das war, aber ich wollte mehr von diesem Gefühl.

When eye contact turns into desire
Natürlich ging ich zurück, ich hatte gar keine andere Wahl. Ich war mir sicher, dass er irgendwo auf mich wartete. Nicht weil ich mich besonders schön, sexy oder geil fand, das ist ja immer eine Frage des Geschmacks, sondern weil ich wusste, dass es ihm genauso ging wie mir. Es ging nicht darum, dass ich an sich begehrenswert bin und auch nicht, dass er es ist. Es ging darum, dass er auf mich und ich auf ihn traf. Diese Chemie wird nur durch eine passende Kombination ausgelöst.
He was lying in a half-darkened cubicle, in a slightly reddish light. With his back against the wall, his big belly and massive thighs looked even more attractive. The situation made me horny, because this is exactly the type of guy I fancy. But it was only when I looked at his face that the intense feeling of connection returned. I couldn't see the smile across his mouth because of his full beard, but the tightening skin around his eyes spoke for itself. I accepted this invitation and locked the door behind me.
Sadomaso ohne gemeinsame Sprache
Unsere Gesichter befanden sich jetzt voreinander, die Blicke gingen tiefe und er sagte ein paar Sätze auf Französisch. Ich verstand kein Wort und meine Sprachkenntnisse reichten nur, um mit einem stöhnenden „Ouiiiiii!“ zu antworten, bevor wir uns küssten. Einen damals angesagten Song hätte ich in „Je ne parle pas français, aber bitte fick weiter!“ umtexten können. Wir knutschten ziemlich lang und machten immer wieder Pausen, in denen wir uns anschauen konnten. Plötzlich drehte er mich um und als ob dieser bullige Daddy, unter dem ich nun lag, nicht schon Geschenk genug gewesen wäre, gab er mir eine sanfte, fast zärtlich gestrichene, Ohrfeige. Er fixierte mich mit seinem Blick und wartete so lange, bis ich verstand: „Oh, Oui!“
My first experience of sadomasochism
I’d never let a man hit me before. As time went on, he hit me harder and harder, gripped me tighter, fucked me more fiercely and tormented me in a pleasurable, arousing way by playing with and varying his speed, positions and intensity. It was my first experience of sadomasochism – and what an experience it was.
Wenn Dominanz und Vertrauen zusammenkommen
I used the „Oui!“ rather playfully as the evening went on; we didn’t need words to communicate with one another. Our glances were enough, and what lay within them made me feel safe and supported. I forgot everything around us and was completely focused on the flow we were in. There was no boundary he could have crossed, because, in some wondrous way, he seemed to know just how far he could go and take me. He recognised what I needed and gave it to me. He recognised me. And it was exactly the same the other way round. Making the conscious decision to allow men to hit and dominate me turns me on. When the sex is good, I feel seen, accepted and part of something.
Sex ist für mich die eindrücklichste Möglichkeit, gezeigt zu bekommen, dass ich in Ordnung bin. Eindrücklich, weil es für manches keine Worte gibt oder braucht, aber durch den Einsatz unserer Körper trotzdem kommuniziert werden kann. Okay, weil ich mich mit meinem Innersten zeige, hingebe und anvertraue und das Gegenüber mich und meine Bedürfnisse anerkennt und sie sogar erfüllt. Es ist eine wechselseitige Erlaubnis dafür. In diesem wunderbaren Moment in Bordeaux haben der unbekannte Mann und ich uns nicht nur gesehen und erkannt, sondern darüber hinaus gespürt, dass unsere eigenen Puzzleteile zusammenpassen.
Häufige Fragen zu Sadomaso
Sadomaso kann Lust, Dominanz, Unterwerfung, Schmerz und Vertrauen miteinander verbinden. Entscheidend sind freiwillige Zustimmung, klare Grenzen und ein achtsamer Umgang miteinander. Hier beantworten wir fünf häufige Fragen rund um Sadomaso.
Sadomaso ist eine Sammelbezeichnung für sexuelle Praktiken, bei denen Dominanz, Unterwerfung, Schmerz oder Kontrolle eine Rolle spielen können. Manche Menschen erleben Sadomaso körperlich, andere eher psychologisch. Wie intensiv das Ganze ist, hängt von den persönlichen Vorlieben und Grenzen ab.
Sadomaso ist ein Teilbereich von BDSM. BDSM umfasst unter anderem Bondage, Disziplin, Dominanz, Unterwerfung, Sadismus und Masochismus. Sadomaso bezieht sich vor allem auf Lust durch das Zufügen oder Empfangen von Schmerz sowie auf Machtverhältnisse beim Sex.
Zustimmung ist bei Sadomaso zentral. Alle Beteiligten sollten vorher besprechen, was sie möchten, was tabu ist und wie weit sie gehen wollen. Ein Safeword oder ein anderes klares Stoppsignal kann helfen, eine Situation jederzeit zu unterbrechen.
Sadomaso kann Risiken mit sich bringen, besonders wenn Schläge, Fesseln, Atemkontrolle oder andere intensive Praktiken eine Rolle spielen. Deshalb sind Vorbereitung, Wissen, gegenseitiges Vertrauen und Nachsorge wichtig. Praktiken sollten nur so ausgeführt werden, dass sie für alle Beteiligten möglichst sicher bleiben.
Nein. Nicht jede Sadomaso-Erfahrung dreht sich um starken Schmerz. Für manche Menschen stehen Dominanz, Kontrolle, Hingabe, Rollenspiele oder das Gefühl von Vertrauen im Vordergrund. Was Sadomaso bedeutet, kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.
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