Gesundheit

Mpox / „Affenpocken“

Mpox sind leicht übertragbar und können schmerzhafte Hautveränderungen verursachen. Besonders häufig betroffen sind Genital- und Analbereich. Die Impfung bietet den besten Schutz. Meist heilt die Erkrankung innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst aus.

Illustration zu Mpox mit Virusdarstellung und einer Person mit Hautveränderungen

Das Wichtigste auf einen Blick

🦠 Leicht übertragbar

Mpox werden vor allem durch engen Hautkontakt sowie Kontakt mit Hautveränderungen weitergegeben.

💉 Impfung schützt

Die Impfung bietet den besten Schutz und senkt das Risiko für einen Krankheitsausbruch deutlich.

🔥 Schmerzhafte Hautveränderungen

Typisch sind Bläschen, Pusteln, Wunden und Schorf, besonders im Genital- und Analbereich.

🩺 Meist selbstheilend

Mpox heilen in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst aus.

Was sind Mpox / Affenpocken?

Mpox gehören zur Familie der Pockenviren. Die Erkrankung wird auch „Affenpocken“ oder Monkeypox genannt.

Typisch sind Veränderungen der Haut. Dazu können Ausschlag, Bläschen, Pusteln, Wunden und Schorf gehören. Werden Mpox beim Sex übertragen, können besonders im Genital- und Analbereich schmerzhafte Hautveränderungen entstehen.

Den besten Schutz vor Mpox bietet die Impfung.

Illustration zu Mpox mit Virusdarstellung und einer Person mit Hautveränderungen
Mpox: Illustration mit Virusdarstellung und typischen Hautveränderungen. © Canva

Mpox: So wird das Virus übertragen

Mpox werden vor allem durch engen und länger anhaltenden Hautkontakt weitergegeben. Das kann beim Sex oder beim Kuscheln passieren. Besonders ansteckend sind Hautveränderungen wie Bläschen, Pusteln, Wunden und Schorf. Auch die Flüssigkeit aus Bläschen und Wunden kann viele Viren enthalten.

Eine Übertragung ist außerdem über Gegenstände und Textilien möglich. Dazu gehören zum Beispiel Sexspielzeuge, Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher, wenn daran virushaltige Schorfreste haften.

In den Körper gelangt das Virus vor allem über Schleimhäute, die beim Sex beteiligt sein können. Dazu zählen Analregion, Penis und Mundhöhle. Auch über die Haut kann Mpox übertragen werden, etwa beim Sex oder bei engem Körperkontakt wie Kuscheln.

Mpox: Schutz und Impfung

Den besten Schutz vor Mpox bietet die Impfung. Sie schützt nicht zu 100 Prozent, kann das Risiko für einen Krankheitsausbruch aber deutlich senken. In der Regel werden zwei Impfdosen im Abstand von 28 Tagen gegeben. Nach bisherigem Wissen gilt der Schutz auch für den neuen Mpox-Typ 1b.

Auch Menschen mit HIV können sich gegen Mpox impfen lassen, wenn ihre Helferzellenzahl mindestens bei 100 liegt.

Zusätzlich kannst du das Übertragungsrisiko senken, indem du auf Hautveränderungen bei dir und anderen achtest. Kontakt mit Ausschlag, Bläschen, Wunden oder Schorf solltest du möglichst vermeiden. Sexspielzeuge wie Dildos solltest du nicht mit anderen teilen.

Kondome können das Risiko für besonders schmerzhafte Verläufe im Genital- und Analbereich reduzieren. Gerade dort sowie im Mund können bei sexueller Übertragung starke Beschwerden entstehen.

Auch Gegenstände und Textilien können eine Rolle spielen. Vermeide möglichst den Kontakt mit Sachen, die längere Zeit mit Hautveränderungen erkrankter Personen in Berührung waren. Mpox-Viren können außerhalb des Körpers längere Zeit ansteckend bleiben.

Mpox: Symptome und Verlauf

Nach einer Ansteckung können erste Beschwerden sehr schnell auftreten. Möglich ist das schon am folgenden Tag. Meist zeigen sich Mpox-Symptome innerhalb von fünf bis elf Tagen. Die Inkubationszeit kann aber auch bis zu drei Wochen betragen.

Typisch sind Hautveränderungen, die sehr schmerzhaft sein können. Sie reichen von Flecken und Knötchen über Bläschen und Pusteln bis hin zu Wunden und Schorf. Häufig beginnen sie im Gesicht, im Genitalbereich oder rund um den Anus. Die Schmerzen können so stark werden, dass eine Behandlung im Krankenhaus nötig ist.

Zusätzlich können Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- oder Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten auftreten. Diese Beschwerden können den Hautveränderungen vorausgehen oder sie begleiten.

An geschädigten Hautstellen können sich zusätzlich bakterielle Entzündungen entwickeln. Die Hautveränderungen heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst ab. Narben können zurückbleiben.

Mpox-Diagnose: So wird getestet

Mpox können mit einem Abstrich von Hautveränderungen oder durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden.

Wenn du typische Beschwerden hast oder ein konkreter Verdacht besteht, solltest du dich untersuchen lassen. Das gilt zum Beispiel nach einem Hinweis von Sexualpartner*innen. Ähnliche Hautveränderungen können auch bei Syphilis oder Windpocken auftreten.

Tests sind unter anderem in Praxen für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Gynäkologie oder Urologie möglich. Die Kosten können über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Mpox behandeln

Mpox heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst aus. Beschwerden wie Fieber oder Schmerzen können bei Bedarf behandelt oder gelindert werden. Bei starken Schmerzen kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein.

Wichtig ist außerdem, bakterielle Infektionen an den betroffenen Hautstellen zu vermeiden.

Nach einem möglichen Kontakt mit Mpox ist auch eine nachträgliche Impfung möglich. Diese sogenannte Postexpositionsprophylaxe kann bis zu 14 Tage nach dem Kontakt erfolgen. Wird innerhalb von vier Tagen geimpft, kann eine Erkrankung verhindert werden. Erfolgt die Impfung später, kann sie zumindest helfen, einen schweren Verlauf zu verhindern.

Häufige Fragen

Wie werden Mpox übertragen?

Mpox werden vor allem durch engen und längeren Hautkontakt übertragen. Besonders ansteckend sind Bläschen, Pusteln, Wunden und Schorf. Auch Sexspielzeuge oder Textilien können Viren weitergeben.

Welche Symptome können bei Mpox auftreten?

Typisch sind schmerzhafte Hautveränderungen wie Flecken, Knötchen, Bläschen, Pusteln, Wunden und Schorf. Auch Fieber, Kopf-, Muskel- oder Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sind möglich.

Wie kann ich mich vor Mpox schützen?

Den besten Schutz bietet die Impfung. Zusätzlich hilft es, Kontakt mit Hautveränderungen zu vermeiden und Sexspielzeuge nicht zu teilen.

Wie werden Mpox festgestellt?

Mpox können durch einen Abstrich der Hautveränderungen oder durch einen Bluttest nachgewiesen werden.

Wie werden Mpox behandelt?

Mpox heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst aus. Beschwerden wie Fieber oder Schmerzen können behandelt werden.

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