Das Wichtigste auf einen Blick
🦠 Leicht übertragbar
Hepatitis B kann vor allem beim Sex und über Blut weitergegeben werden.
💉 Impfung schützt
Die Impfung ist der sicherste Schutz vor Hepatitis B.
🧪 Bluttest
Eine Hepatitis B lässt sich mit einer Blutuntersuchung feststellen.
⏳ Kann chronisch werden
Manchmal bleibt die Infektion dauerhaft bestehen und muss über längere Zeit behandelt werden.
Was ist Hepatitis B?
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber. Verursacht wird sie durch das Hepatitis-B-Virus, kurz HBV.
Das Virus ist leicht übertragbar. Eine Ansteckung kann vor allem beim Sex sowie durch verunreinigte Spritzen oder Zubehör erfolgen.
Eine Hepatitis-B-Infektion kann chronisch werden. Dann bleibt die Infektion dauerhaft bestehen.
Hepatitis B: Symptome und Verlauf
Nach einer Ansteckung vergehen im Durchschnitt zwei bis drei Monate, bis Beschwerden auftreten. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Bei bis zu zwei Dritteln der Fälle gibt es keine oder nur leichte Symptome. Diese können leicht mit einer Grippe verwechselt werden.
Wenn Beschwerden auftreten, gehören Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Hautveränderungen zu den häufigsten Symptomen.
Bei etwa einem Drittel der Fälle entwickelt sich eine Gelbsucht. Haut und Augen färben sich gelb. Der Urin wird dunkler, der Kot heller.
Bei Erwachsenen kommt der Körper meist selbst mit der Infektion zurecht. Die Beschwerden verschwinden dann nach einigen Wochen. Manchmal wird Hepatitis B jedoch chronisch und muss behandelt werden. Ohne Behandlung kann es zu schweren Verläufen bis hin zu Leberversagen kommen.
Übertragung Hepatitis B
Für eine Ansteckung mit Hepatitis B können bereits kleinste Mengen Blut ausreichen. Das Virus kann über winzige Verletzungen der Haut oder Schleimhaut in den Körper gelangen. HBV ist deshalb besonders leicht übertragbar. Neben Blut kann es in geringerer Menge auch in Samen, Scheidenflüssigkeit, Speichel, Urin, Tränen und Muttermilch vorkommen.
Beim Sex kann Hepatitis B durch Vaginalsex, Analsex und Oralsex weitergegeben werden. Kommt dabei Blut ins Spiel, erhöht sich das Risiko zusätzlich.
Auch beim Drogengebrauch kann HBV übertragen werden. Besonders riskant ist es, Spritzen oder Zubehör wie Löffel, Filter und Tupfer gemeinsam zu benutzen. Beim Sniefen von Drogen wie Kokain können gemeinsam verwendete Röhrchen ebenfalls zum Übertragungsweg werden. Dafür genügen kleinste Blutspuren.
Auch Gegenstände wie Zahnbürsten, Rasierer oder Nagelscheren können Blutspuren weitergeben. Beim Piercen und Tätowieren besteht ebenfalls ein Risiko, wenn die verwendeten Geräte nicht steril sind.
Eine Übertragung auf das Kind ist während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen möglich.
Schutz vor Hepatitis B
Die Impfung bietet den sichersten Schutz vor Hepatitis B. Meist wird sie zusammen mit der Impfung gegen Hepatitis A gegeben. Empfohlen ist sie besonders für Menschen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko.
Dazu gehören Männer, die Sex mit Männern haben, Menschen mit wechselnden Sexpartner*innen und Menschen mit chronischen Lebererkrankungen. Auch Personen mit engem Kontakt zu Menschen mit Hepatitis B sollten geimpft sein, zum Beispiel Beschäftigte im Krankenhaus. Das gilt ebenso für Menschen, die Drogen spritzen oder sniefen.
Für Menschen mit HIV ist die Impfung ebenfalls wichtig. Bei ihnen tritt Hepatitis B häufiger auf als im Bevölkerungsdurchschnitt. Außerdem wird die Infektion häufiger chronisch. Auch eine Leberzirrhose kommt bei ihnen häufiger vor.
Kondome können das Risiko einer Hepatitis-B-Übertragung senken. Einen vollständigen Schutz bieten sie nicht.
Beim Drogenkonsum gilt: Verwende nur dein eigenes Spritzbesteck und dein eigenes Zubehör. So lässt sich das Risiko einer Ansteckung verringern.
Hepatitis B: Test und Behandlung
Ob eine Hepatitis B vorliegt, lässt sich mit einer Blutuntersuchung feststellen.
In der akuten Phase richtet sich die Behandlung nach den Beschwerden. Gleichzeitig sollte die Leber möglichst wenig belastet werden. Deshalb solltest du auf Alkohol, Drogen, nicht unbedingt notwendige Medikamente und fettreiches Essen verzichten.
Wird Hepatitis B chronisch, kann die Behandlung mehrere Monate oder Jahre dauern. In manchen Fällen müssen Medikamente dauerhaft eingenommen werden, damit sich das Virus nicht wieder vermehrt.
Bei einer Koinfektion mit HIV müssen beide Behandlungen gut aufeinander abgestimmt werden. Teilweise kommen dabei dieselben Medikamente zum Einsatz. Die Therapie sollte deshalb immer durch erfahrene Ärzt*innen erfolgen.
Häufige Fragen
Wie wird Hepatitis B übertragen?
Hepatitis B wird vor allem beim Sex und über Blut übertragen. Eine Ansteckung ist auch beim gemeinsamen Benutzen von Spritzen, Zubehör oder Röhrchen zum Sniefen möglich.
Welche Symptome kann Hepatitis B verursachen?
Viele Menschen haben keine oder nur leichte Beschwerden. Möglich sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Hautveränderungen. Auch eine Gelbsucht kann auftreten.
Kann Hepatitis B chronisch werden?
Ja. Manchmal bleibt die Infektion dauerhaft bestehen und muss behandelt werden. Die Therapie kann Monate bis Jahre dauern. In manchen Fällen müssen Medikamente lebenslang eingenommen werden.
Wie kann ich mich vor Hepatitis B schützen?
Den sichersten Schutz bietet die Impfung. Kondome können das Risiko beim Sex senken, schließen eine Ansteckung aber nicht vollständig aus. Beim Drogenkonsum schützt eigenes Spritzbesteck und eigenes Zubehör.
Wie wird Hepatitis B festgestellt und behandelt?
Hepatitis B wird durch einen Bluttest festgestellt. In der akuten Phase werden die Beschwerden behandelt. Eine chronische Hepatitis B kann eine längerfristige Behandlung mit Medikamenten notwendig machen.